WAS IST DYSKALKULIE?

Was ist eine Rechenschwäche (RS)?

Als Dyskalkulie bezeichnet man Schwierigkeiten der Kinder im Umgang mit Zahlen, Zahlenräumen und Grundrechenoperationen, sprich wenn Probleme beim Rechnen auftreten.

 

Falls es über einen längeren Zeitraum - ein halbes Jahr oder länger - zu  anhaltenden Schwierigkeiten beim Rechnen kommt, ist davon auszugehen, dass es sich hier um eine Dyskalkulie oder Rechenschwäche handelt.

 

Es muss unbedingt betont werden, dass Rechenprobleme in den seltensten Fällen mit mangelnder Intelligenz tu tun haben.

Die betroffenen Menschen sind weder lernschwach noch lerngestört, sie haben eine andere Informationsverarbeitung und eine damit verbundene Lernfähigkeit.
Die differenziert ausgebildete Sinneswahrnehmungen - die Bereiche der Optik, Akustik und Raumwahrnehmung - sind auf biogenetische Voraussetzungen zurückzuführen. 

Laut neuesten Forschungen sind die Ursachen für eine Dyskalkulie genetisch veranlagt, werden also vererbt. Mehr als 15 % aller Menschen haben diese Sinneswahrnehmungen, die eine besondere Unterrichtsform beim Erlelrnen des Rechnens benötigen. 

Dyskalkule Menschen haben eine außergewöhnliche Art und Weise Informationen zu verarbeiten und damit verbunden eine besondere Lernfähigkeit. Sinneseindrücke die mit dem Rechnen zusammenhängen werden anders verarbeitet. 
Bei dyskalkulen Kindern ist es wichitg:

  • mit den Gedanken bei der Arbeit zu bleiben und die Aufmerkamkeit zu fokussieren, damit das Denken und Handeln gleichzeitig stattfindet. 
  • dass ihre Sinneswahrnehmungen, die nicht so gut entwickelt sind, die aber für das Rechnen unbedingt notwendig sind, verbessert werden.  
  • dass regelmäßig an ihren Fehlern beim Rechnen gearbeitet wird.

In einem Fall von Dyskalkulie sind die Sinneswahrnehmungen und die Aufmerksamkeit zu tranieren, damit sich die Symptomatik auch verbessert. Ohne funktionierende Basissinne ist leider kein mathematisches Denken möglich.

 

Im Gegensatz dazu wird eine Rechenschwäche erworben,  und kann mit vermehrtem Üben verbessert werden. 

 

 

EIN KIND KÖNNTE VON DYSKALKULIE BETROFFEN SEIN, WENN ES...

  • viel Zeit für Rechenoperationen braucht und schnell erschöpft wird
  • nicht von zehn rückwärts zählen kann, oder dafür die Finger benötigt
  • Zahlen vertauscht (72/27)
  • Schwierigkeiten dabei hat Zahlen in die richtige Reihenfolge zu bringen
  • keine kleinen Mengen erfassen kann
  • ähnlich klingende Zahlen verwechselt (15/50)
  • Probleme bei Mengen- und Zahlenvorstellungen hat
  • Ziffern auslässt
  • Rechensymbole (Plus, Minus, Divisions- und Multiplikationszeichen) nicht erkennt
  • Probleme beim Erlernen und Merken des 1x1 hat
  • Schwieriegkeiten beim Überschreiten des Zehner- und/oder Hunderterbereiches hat
  • trotz intensiven Übens keine wesentliche Fortschritte macht
  • Geübtes schnell wieder vergisst
  • Zahlen von der Tafel falsch abschreibt

"In den verschiedenen Schulstufen ist Folgendes besonders häufig festzustellen:

 

1. Schulstufe

  • eine Zahl kann nicht der Menge zugeordnet werden
  • zählendes Lösen von Additionen
  • Fingerrechnen bis zur Zahl 9
  • keine Simultanerfassung der Anzahl der Finger
  • das Fingerbild wird abgespeichert, 6 ist zusammengesetzt aus 2 plus 4, aber nicht aus 3 plus 3.

 

2. Schulstufe

  • noch immer Fingerrechnen bis zur Zahl 9
  • Symbole für Plus + und Minus - haben keine Bedeutung
  • Umkehraufgaben werden nicht verstanden
  • die Zehnerüberschreitung macht Probleme
  • Analogiebildungen, z.B. 3+6 und 10+6, gelingen nicht, es wird immer wieder bei 1 begonnen
  • Probleme bei Plazthalteraufgaben
  • Keine Vorstellung des Zahlenraumes
  • Schwierigkeiten sogar bei einfachen Textaufgaben

 

3. Schulstufe

  • das Einmaleins wird lediglich auswendig gelernt, auch das "Eins in Eins" bereitet Probleme
  • Probleme beim Orientieren im Zahlenraum 1000
  • Probleme  beim Addieren und Subtrahieren
  • Operationen werden verwechselt: plus, minus, mal, dividiert
  • keine Vorstellung von Größen (m, kg), kein Erkennen von Uhrzeit oder Geld
  • Probleme beim Kopfrechnen

 

4. Schulstufe

  • weiterhin Schwierigkeiten in einigen der schon oben angführten Gebiete
  • Probleme bei der Zahlenraumerweiterung
  • Probleme beim Dividieren und Multiplizieren

Die angeführten Bereiche können, müssen aber nicht unbedingt ein Hinweis auf Dyskalkulie sein. Bleiben diese jedoch über einen längeren Zeitraum bestehen und treten mehrere dieser angeführten Schwierigkeiten auf, so sollte unbedingt zuerst eine pädagogische Abklärung erfolgen."                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                         Modul 1 Dyskalkulie

 

DIAGNOSTIK

  

In einem kostenfreien Erstgespräch möchte ich Sie und Ihr Kind kennen lernen.

Einerseits um näher auf Ihre Fragen einzugehen als auch eine Vertrauensbasis mit ihrem Kind aufzubauen.

Selbstverständlich zeige ich Ihnen auch das Lernstudio in dem wird zusammenarbeiten werden. 

Wir besprechen Ihre Anliegen und weitere Abläufe.

 

Der zweite Schritt besteht darin, dass ich ein pädagogisches AFS-Computertestverfahren mit Ihrem Kind durchführe um feststellen zu können wo es Stärken und Schwächen hat. Anschließend wird eine Rechentest gemacht.

 

Zum Abschluss besprechen wir die Testergebnisse und die Bestandteile des Dyskalkulie Trainings. Sie erhalten von mir ebenfalls ein Pädagogisches Gutachten.

 

Da diese Schwächen die erfolgreiche Schullaufbahn Ihres Kindes stark beinflussen können, ist es wichtig nach der Diagnose ein Dyskalkulietraining zu beginnen.

  

TRAINING

 

In meiner Praxis biete ich nur Einzelförderungen an, da jedes Kind in seiner Entwicklung individuelle Ansprüche hat. Eine Einheit dauert 50 Minuten, und sollten einmal wöchentlich stattfinden. Es werden Arbeitsblätter, Lernspiele und unterschiedliche Materialien - Montessori, Dyskalkuline© Program - verwendet. Der Computer kommt auch häufig zum Einsatz und die Bewegung darf in keiner Stunde fehlen. 

 Am Ende jeder Einheit bekommt Ihr Kind Arbeitsblätter die auf den Stundeninhalt abgestimmt sind.

 

Während der Stunde konzentrieren wir uns auf folgende Bereiche: 

  • Steigerung der Aufmerksamkeit 
  • Training und Schärfung der verschiedenen Sinneswahrnehmungen (Optischer Bereich, Akustischer Bereich,          Raumorientierung und Körperschema)
  • Gezieltes Training im Symptombereich (Rechnen)
  • Arbeit an der Motivation und Stärkung des Selbstwertgefühles.